Drum Circle 4. Quartal

06. bis 07.05.2013, Ort: HPS

 

Schlussevent Drum Circle

Während des ganzen Jahres nahmen alle Kinder der HPS vier Mal an einer Drum Session teil. Ich konnte den ersten Drum Circle begleiten – nun gibt es ein Schlussevent. Welche Fortschritte haben die Kinder gemacht? Gibt es Rituale? Besondere Talente? Ich bin gespannt.

Nach und nach treffen die Kinder mit ihren BegleiterInnen in der Aula ein. Auf allen Stühlen, die kreisförmig angeordnet sind, befindet sich wieder ein Instrument. In der Mitte kreist bereits Matthias Schiesser, einen Rhythmus trommelnd. Es dauert nicht lange, und die ersten Kinder trommeln mit. Einige Knaben – Oberstüfler – geben sich in den Rhythmus hinein, es kommt zum ersten Trommelwirbel.

Alle sind da, der Drum Circle beginnt. Matthias Schiesser gibt seine Signale mit Klatschen, die Kinder wissen sofort, was Sache ist. Leise, laut, langsam, schnell, nur die eine Hälfte, dann die andere. Weiter geht es mit dem Körper als Resonanzorgan, und ich staune, wie die Kinder den komplizierten Kombinationen von Hand – Bein – Brust – Kopf folgen können, jedes auf seine Art.

Dann wird geregnet – unglaublich, wie durch das Reiben von 120 Händen eine Art Dauerregen entsteht, der in ein lustiges Tropfen auf dem Dach übergeht (Fingerschnipsen), schliesslich heftig wird (Brust klopfen), zu einem Klatschregen wird (Schenkel klopfen) und schliesslich in einem Donner mit den Füssen endet.

Jetzt sind die Instrumente an der Reihe mit verschiedenen Tempi und Lautstärken. Die Gruppe Halbwüchsiger ist nicht zu stoppen, spielt einen fulminanten Rhythmus – und dann das Signal von Matthais Schiesser: Stopp! Die plötzliche Stille klingt förmlich in den Ohren.

M. Schiesser wiederholt die gelernten Rhythmen mit den einzelnen Instrumenten: Zuerst schaukeln die Stocktrommel ihre dumpfen Töne hin und her, die hellen Glocken kommen hinzu, dann die Holzkörper – bis schliesslich alle Instrumente zu einem einzigen grossen Klangkörper zusammen wachsen. – Die Kinder haben viel gelernt in diesem Jahr, nämlich nicht nur den Umgang mit den verschiedenen Instrumenten, sondern auch die Zeichensprache von M. Schiesser – die sitzt!

Ein Crescendo beendet diesen Drum Circle – eine Gruppe nach der anderen kommt hinzu, jedes Kind versucht nach seinen Möglichkeiten, sich in das rhythmische Stampfen, Walzern, Klingen und Tönen  hinein zu geben. Toll dabei die feine, leise Unterstützung der BegleiterInnen. An- und ab schwellen die Töne, werden intensiver und lauter – und enden mit einem Schlussknall, ein wahres Feuerwerk!

Voller Begeisterung bedanken sich die Kinder bei ihrem Drum Circle Meister, für den dieses Jahr in der HPS sicher auch ein besonderes war.

Eva Kuhn